So., 11.5.2014, 11.00 Uhr
Bei der Führung mit Prof. Dr. Marion Ruisinger steht die raffinierte Kunsthand im Zentrum, die von Chirurgen und Feinmechanikern entwickelt wurde, um den Kriegversehrten des Ersten Weltkriegs ein selbständiges Leben zu ermöglichen. Die Methode bewährte sich. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Tausende von armamputierten jungen Männern mit einer solchen „willkürlich bewegbaren künstlichen Hand” versorgt. Einer von ihnen war der Hutmachergeselle Gottfried Schätz (1921-2006). Viele Jahrzehnte lang arbeitete er mit dieser Kunsthand in seiner Werkstatt in Tegernsee und stellte hier die beliebten Trachten- und Stopselhüte her. Im Frühjahr 2013 übergab seine Tochter dem Deutschen Medizinhistorischen Museum die Prothese ihres Vaters, die zum Ideengeber und Herzstück der aktuellen Ausstellung wurde.
Dauer 60 min., anschließend Gelegenheit zur Diskussion
Museumseintritt zzgl. Führungsgebühr von 2 €.
Voranmeldung ist nicht erforderlich